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Chronik

Der Sportkegelverein SKV Gäuboden e.V. ist ein relativ neuer Kegelverein, welcher erst im Jahre 2010 gegründet wurde. Ihm gehören seit der Gründung die beiden Sportkegelclubs Aufwärts Donauperle Straubing und Schwarz Weiß Straubing an. Während der Club Schwarz Weiß Straubing erst im Jahr 2009 entstand, liegen die Wurzeln des Clubs Aufwärts Donauperle Straubing tiefer. Der Club Aufwärts Donauperle selbst entstand in seiner heutigen Form im Jahr 2009 aus einer Fusion der beiden Sportkegelclubs 79 Aufwärts Straubing und Gut Holz Donauperle Straubing. In der nachfolgenden Schrift soll der Versuch unternommen werden, die Historie des Clubs Aufwärts Donauperle sowie seiner Vorgängerclubs anhand vorliegender Dokumente und Gesprächen mit Zeitzeugen näher zu beleuchten.

Anmerkung:
Die nachfolgende Darstellung kann und will keine vollständige Chronik sein. Dazu fehlen insbesondere Aufzeichnungen über den sportlichen Werdegang aller am Spielbetrieb teilnehmenden Mannschaften (also auch etwaiger 2., 3., 4., etc. sowie gemischten Mannschaften). Die nachfolgende Abhandlung will vielmehr allgemein den Werdegang der Clubs beleuchten und beschränkt sich im sportlichen Bereich (mit Ausnahme ab Gründung des Vereins SKV Gäuboden e.V.) auf die erste Mannschaft.
Als ältester Club des heutigen Fusionsclubs gilt Donauperle Straubing. Dieser Club wurde nachweislich bereits im Jahre 1954 gegründet. Wie es zu dem Namen „Donauperle“ kam, ist nicht zuverlässig überliefert. Gerüchten zufolge soll ein gemeinsamer Ausflug der damaligen Kegelgesellschaft „Urquell“ auf einem Donauschiff namens „Donauperle“ bei der Namensgründung Pate gestanden haben. Als führende Gründungsmitglieder sind die Sportkameraden Ludwig Hölzl, Wilhelm Forster, Johann Pfeffer und Paul Selmer verzeichnet. Leider lässt sich heute nicht mehr feststellen, auf welcher(n) Bahnanlage(n) die damaligen Sportkameraden spielten. Da es zu dieser Zeit nachweislich in Straunbing noch keine Bundeskegelbahnen gab, ist davon auszugehen, dass die damaligen „Kegelbrüder“ ihrem Hobby auf so genannten „Wildbahnen“ nachgingen. Ebenso wenig ist heute nicht mehr ermittelbar, ob die damaligen Sportkameraden auch bei Pokalturnieren ihren sportlichen Neigungen nachgingen oder lediglich dem Privat- bzw. Geldkegeln frönten, wobei hier zugunsten der damaligen Herren davon ausgegangen wird, dass nicht nur das Gesellschaftliche bzw. das „Geldkegeln“ im Vordergrund stand.

Definitiv sicher ist, dass insbesondere Sportkamerad Ludwig Hölzl seit den 50er Jahren Kontakte zum Bayerischen Sportkegelverband pflegte. Ihm ging es aus dem Verfasser vorliegenden Unterlagen bereits in der damaligen Zeit darum, das Kegeln sportlicher zu gestalten und insbesondere sich in regelmäßigen Wettkämpfen mit anderen Kegelclubs aus Bayern zu messen. In Sportkamerad Heinrich Bauer, der vielen als ehemaliger Festwirt vom Gäubodenvolksfest bekannt ist, fand er einen Gesinnungsgenossen. Sportkamerad Heinrich Bauer gründete im Jahre 1955 den Privatkegelclub Straubing – Süd. Auf Initiative dieser beiden Herren kam es am 03.12.1962 in der Gaststätte Redlbacher Keller in Straubing zur Gründung des Sportkegelvereins SKV Bruder Straubinger e.V. Der damals bereits bestehende Club Donauperle war mit insgesamt 10 Personen Gründungsmitglied des neuen Kegelvereins. Ebenfalls Gründungsmitglied mit 13 Personen war der Privatkegelclub Straubing – Süd, der sich noch in 1962 aufspaltete in die neuen Sportkegelclubs Gut Holz Straubing und Süd Straubing. Aus der Vereinschronik des SKV Bruder Straubinger e.V. geht hervor, dass zur damaligen Zeit (also bei Vereinsgründung) in Straubing noch keine Bundeskegelbahnen zur Verfügung standen und die Vereinsmitglieder daher zu Wettkämpfen zu Bahnanlagen nach Donaustauf, Landshut oder München fuhren – ein wahrhafter Idealismus in der damaligen Zeit. Aus der Vereinschronik des SKV Bruder Straubinger e.V. geht weiterhin hervor, dass die Vereinsmitglieder in der Anfangszeit geschlossen unter den Namen SKV Bruder Straubinger e.V. auftraten. Aus dieser Tatsache lässt sich zweierlei ableiten: erstens, dass damals die einzelnen Clubs noch nicht aktiv an Wettkämpfen mit anderen Clubs teilgenommen haben, sondern lediglich der Verein bei Pokalturnieren anderer Vereine mit seinen Mitgliedern unter sportlichen Gesichtspunkten antrat und zweitens, dass die Clubinteressen im sportlichen Bereich nachrangig waren – lediglich bei gesellschaftlichen Anlässen (dem so genannten Privat- oder Geldkegeln) war man in den Clubs unter sich.

Spürbaren Aufwind erhielt der junge Verein SKV Bruder Straubinger e.V. dann im Jahre 1963 mit dem Bau von zwei (später kam dann noch eine dritte Bahn dazu) Bundeskegelbahnen in der Gaststätte Redlbacher Keller in der Mühlsteingasse in Straubing. Nun konnte auch in Straubing unter sportlichen Gesichtspunkten „geschoben“ werden. Aus der Vereinschronik des SKV Bruder Straubinger e.V. geht hervor, dass ab Mai 1964 der Sportbetrieb in vollem Umfang aufgenommen wurde. Seit dieser Zeit, also ab der Saison 1964 / 1965, nahmen die beiden Clubs Donauperle und Gut Holz aktiv im Spielgeschehen des Bayerischen Sportkegelverbandes teil. Neben der Bahnanlage im Redlbacher Keller entstanden n Straubing weitere Bahnanlagen mit Bundeskegelbahnen (Gaststätte Schützenhaus, Tennisheim Rot-Weiß, Gaststätte Frauenbrünnl, später Postsportanlage). Die beiden Clubs Donauperle und Gut Holz absolvierten bis zum Umzug 1978 ihre Wettkämpfe ausschließlich im Redlbacher Keller. Aus der Vereinschronik des SKV Bruder Straubinger e.V. geht hervor, dass das Gesellschaftliche in der Gesamtheit aller Clubs durch diverse Aktivitäten (Weihnachtsfeier, Keglerball) besonders gepflegt wurde. Der Zusammenhalt zwischen den Clubs war damals (obwohl die einzelnen Clubs sogar auf verschiedenen Bahnanlagen spielten) spürbar größer als später. Heute fast undenkbar angesichts der Tatsache, dass jeder Club „seine“ Interessen vor denen des Vereins stellt und Rivalitäten zwischen den Clubs (sei es sportlicher und / oder persönlicher Natur) „normal“ geworden sind.

Leider lassen sich heute aus den vorliegenden Aufzeichnungen für die 60er-Jahre keine Platzierungen im Sportbetrieb betreffend der beiden Clubs Donauperle und Gut Holz mehr recherchieren. Aus der Vereinschronik des SKV Bruder Straubinger e.V. geht hervor, dass insbesondere die Spieler von Gut Holz (vor allem diejenigen Spieler älteren Jahrgangs, die das Lochkugelspiel meisterlich beherrschten) mehrere Vereinsmeister, Bezirksmeister und einmal sogar einen 3.Bayerischer Meister stellten. Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang, dass im Jahr 1968 ein gewisser Richard Pummer, damals noch für den Club Frisch Auf aktiv, den Vereinsmeister des SKV Bruder Straubinger e.V. stellte, der gleiche Richard Pummer, der bis zur Saison 2010 / 2011 aktiv für den Club Aufwärts Donauperle am Spielgeschehen teilnahm. Ebenso nicht unerwähnt bleiben dürfen zwei Beitritte zum Verein SKV Bruder Straubinger e.V., die insbesondere das Clubleben von Donauperle maßgeblich beeinflussten: zum einen von Max Bachl, der am 01.10.1967 dem Club Frisch Auf beitrat und nach einem zweijährigen Intermezzo vom 01.08.1974 bis 01.08.1976 bei Gut Holz ab 01.08.1976 bis heute dem Club Donauperle (bzw. den Nachfolgeclubs) angehört und natürlich Ernst Bachl, der am 16.07.1968 dem Club Donauperle betrat und diesem (bzw. den Nachfolgeclubs) bis heute die Treue hält und als mittlerweile 75-jähriger (Jahrgang 1937) nach wie vor aktiv am Spielgeschehen teilnimmt.

Vom Spielbetrieb der 70er-Jahre des Clubs Donauperle kann anhand der vorliegenden Aufzeichnungen festgehalten werden, dass im Gegensatz zum heutigen Sportkegeln damals noch mit 5er-Mannschaften gespielt wurde. Ergebnisse über 400 LP gab es zwar auch in dieser Zeit schon, waren aber eher die Ausnahme als die Regel. Der Club Donauperle spielte bis 1977 / 1978 nach vorliegenden Tabellen in der damals zweithöchsten Klasse im Spielkreis Donau (der damaligen Bezirksklasse B). Im Spieljahr 1977 / 1978 gelang dann der Aufstieg in die höchste Klasse im Spielkreis Donau (der damaligen Bezirksklasse A). Interessant: der damalige Schnitt des heute noch aktiven Ernst Bachl betrug 386 LP, fast undenkbar anhand seiner späteren und heutigen Ergebnisse. In der Saison 1979 / 1980 musste man wieder aus der (neu gegründeten) Bezirksliga A in die Bezirksliga B absteigen.

Ganz andere sportliche Erfolge konnte dagegen der Club Gut Holz vorweisen, der mindestens seit Anfang der 70er-Jahre (genaue Aufzeichnungen über den Aufstieg liegen nicht mehr vor) in der höchsten niederbayerischen Klasse, der Bezirksliga, antrat. In der Saison 1975 / 1976 konnte Gut Holz dann sogar als Niederbayerischer Meister in die Landesliga Süd aufstieg (die heutige Regionalliga München – Niederbayern gab es damals noch nicht). Zwei Jahre später (in der Saison 1977 / 1978) gelang es wiederum als Meister sogar bis in die Bayernliga aufzusteigen. Dort konnte man sich dann jedoch nur ein Jahr halten und stieg wieder in die Landesliga Süd ab.

Ein weiterer Meilenstein in der Geschichte der Clubs Donauperle und Gut Holz war dann der Neubau der Keglerhalle des SKV Bruder Straubinger e.V. am Peterswöhrd. Nach deren Fertigstellung absolvierte man ab der Saison 1978 / 1979 die Heimspiele in der neuen 8-Bahnen-Anlage.

Das sportliche Aushängeschild war bereits wie oben erwähnt seit Mitte der 70er-Jahre der Club Gut Holz, der bis Ende der 80er-Jahre als höchster Club des Vereins SKV Bruder Straubinger e.V. in der Landesliga Süd bzw. in der Regionalliga München-Niederbayern spielte. Ab Anfang der 80er-Jahre dann auch mit dem neu eingeführten 200 Kugel Spiel, welches ab der Regionalliga vorgeschrieben war. In dieser Zeit prägten den Club Gut Holz Spieler wie Willi Aumer (Mitglied seit dem 22.08.1969) und Winfried Rothammer (Mitglied seit 1979, damals noch als B-Jugendlicher), welche später dann bei Gut Holz Donauperle bzw. 79 Aufwärts bzw. Aufwärts Donauperle eine tragende Rolle spielen sollten. Als Ende der sportlichen Herrlichkeit von Gut Holz kann die Saison 1988 / 1989 bezeichnet werden, als man nach zweimaligen verspätetem Antritt aus der Regionalliga München – Niederbayern (trotz sportlich erreichten Mittelfeldplatz) absteigen musste. Nach dieser Saison verließen fast alle Leistungsträger den Club (unter anderem der damalige niederbayerische Meister Gerhard Boot), was im Nachhinein als Anfang vom Ende des Clubs Gut Holz bezeichnet werden kann.
Ab der Saison 1980 / 1981 wurden dann die heute noch bestehenden 6er-Mannschaften eingeführt. Der Club Donauperle musste im Spieljahr 1980 / 1981 in der Bezirksliga B zwei Entscheidungsspiele um den Klassenerhalt gegen den Lokalrivalen Süd Straubing absolvieren, welche beide an einem Tag (!) ausgetragen wurden und gewonnen werden konnten. Heute nahezu undenkbar, wenn man bedenkt, dass die beiden Spiele hintereinander über 2 Bahnen (!) ausgetragen wurden. In der Saison 1983 / 1984 gelang dann wiederum der Aufstieg in die Bezirksliga A. In der höchsten Spielklasse des Spielkreises Donau, welche nun Kreisliga genannt wurde, erreichte der Club dann in der Saison
1985 / 1986 den 2.Tabellenplatz. Über zwei gewonnene Entscheidungsspiele gegen den SKC Vilsbiburg konnte man dann in die Bezirksliga Niederbayern aufsteigen. Folgende Spieler kamen im Aufstiegsjahr zum Einsatz: Otto Albertskirchinger, Ernst Bachl, Max Bachl, Peter Druschba, Horst Nieslony, Karl Wölfel, Ludwig Wolf und Manfred Zorn. Dort konnte man jedoch nur eine Saison verweilen und stieg als Aufsteiger nach unglücklichem Saisonverlauf sofort wieder ab. Die Talfahrt ging weiter und führte in der Saison 1988 / 1989 zum Abstieg aus der Kreisliga in die Kreisklasse. In der Saison 1988 / 1989 trat als Neuzugang Richard Weber dem Club Donauperle bei. Richard Weber übt seit Dezember 1991 (kurz nach der Fusion des Clubs Donauperle mit dem Club Gut Holz) bis zum heutigen Tag das Amt des 1.Vorstandes in den Clubs Gut Holz Donauperle, Aufwärts Donauperle und SKV Gäuboden e.V. aus und prägte und prägt somit maßgeblich die Entwicklung der Sportkegelclubs bis in die heutige Zeit.

Im Zuge der Neuerrichtung der Kegelanlage am Peterswöhrd gründete sich am 14.03.1979 der Sportkegelclub 79 Aufwärts Straubing. Gründungsmitglied des neuen Vereins war u.a. Franz Meier, der nach einer Saison zum Club Gut Holz wechselte und diesem Club (bzw. den Nachfolgeclubs) bis zum heutigen Tag die Treue hält. Mit den damaligen Spielern gelangen in den ersten drei Jahren des Bestehens (in den Saisons 1979 / 1980, 1980 / 1981 und 1981 / 1982) gleich drei Meisterschaften in Folge, womit man von der Kreisklasse B Nord über die Kreisklasse A Nord und schließlich über die Kreisklasse Nord bis in die (damalige) Kreisliga Nord aufsteigen konnte. Nach vorliegenden Aufzeichnungen gehörte man dieser Liga (welche zwischenzeitlich in Kreisklasse A Nord umbenannt wurde) durchgehend bis in die Saison 1989 / 1990 an. Strukturell prägend für den Club 79 Aufwärts war Gründungsmitglied Günther Waniczek, der von Beginn in 1979 bis 2004 in verschiedenen Funktionen in der Vorstandschaft im Club tätig war.

In der Saison 1989 / 1990 stieg der Club Gut Holz von der Bezirksliga Niederbayern in die (wieder einmal von den Funktionären umbenannte) Bezirksliga A ab. Nachdem der Club Gut Holz in der Saison 1990 / 1991 mit erheblichen Personalmängeln den Klassenerhalt in der Bezirksliga A gerade noch schaffte und gleichzeitig der Club Donauperle von der damaligen Bezirksliga B in die Kreisklasse Nord abgestiegen wäre und beide Clubs zwar über gute Einzelspieler, jedoch keine schlagkräftige Mannschaft verfügten, entschloss man sich am 19.Juni 1991 zur Fusion zwischen den beiden Clubs. Der neue Club hieß fortan Gut Holz Donauperle Straubing und durfte mit der ersten Mannschaft in der Bezirksliga A antreten. Doch sportlich lief es nicht gerade glücklich, mehr als Mittelfeldplätze waren in den Saisons bis 1993 / 1994 nicht drin. Tiefpunkt war dann die Saison 1994 / 1995, als man als Tabellenletzter in die Bezirksliga B absteigen musste. In der Saison 1994 / 1995 trat als Neuzugang Tobias Stauber dem Club Gut Holz Donauperle bei. Nach nur einer Saison wechselte er dann zu 79 Aufwärts Laberweinting, wo er bis zum heutigen Tag in diesem und in den Nachfolgeclubs in der Vorstandsarbeit aktiv mitwirkt. Vor der Saison 1996 / 1997 konnte sich der Club Gut Holz Donauperle dann mit Willi Aumer nachhaltig verstärken, so dass in dieser Saison nach dramatischen Saisonverlauf im letzten Spiel der Saison der Wiederaufstieg in die Bezirksliga A gelang. Anzumerken sei, dass in der Saison 1996 / 1997 lt. Vorliegenden Unterlagen seitens des Hauptvereins SKV Bruder Straubinger e.V. massiv gegen die beiden besten Spieler des Clubs Gut Holz Donauperle (Ernst Bachl und Willi Aumer) intrigiert wurde (unter anderem wollte der Hauptverein vor der Saison die Neuaufnahme des Spielers Willi Aumer im Club Gut Holz Donauperle verhindern, während der Saison versuchte man dann den Spielern Willi Aumer und Ernst Bachl aufgrund angeblichen „Vereins schädigenden Verhaltens“ die Mitgliedschaft zu kündigen; letztendlich blieb es zum Glück für alle Beteiligten „nur“ bei Abmahnungen), dies waren bereits die ersten „Vorboten“ der Jahre später erfolgten Abspaltung.

Der Club 79 Aufwärts Straubing fusionierte Anfang der 90er-Jahre (vor Beginn der Saison 1990 / 1991) ebenfalls. Aufgenommen wurde der erst 1986 gegründete Club KC Laberweinting, der über einige gute Einzelspieler verfügte, jedoch aufgrund Personalmangels keine eigene Mannschaft mehr stellen konnte. In der Saison 1989 / 1990 spielten beide Clubs noch parallel in der Kreisklasse A Nord, welche dann ab der Saison 1990 / 1991 (nur noch) Kreisklasse Nord hieß. Der Club hieß nun 79 Aufwärts Laberweinting Straubing. In der Saison 1991 / 1992 gelang dem neuen Club dann der Aufstieg von der Kreisklasse Nord in die Bezirksliga B. Und in der Saison 1992 / 1993 konnte man dann sofort der Durchmarsch mit nur einer Saisonniederlage in die Bezirksliga A bewerkstelligen. Einen weiteren sportlichen Aufschwung erhielt der Club 79 Aufwärts Laberweinting dann ab der Saison 1994 / 1995 durch das Kegelcomeback von Winfried Rothammer und durch Neuzugang Andreas Kattinger. Mit diesen Verstärkungen gelang es in der Saison 1994 / 1995 (konträr zum späteren Fusionsclub Gut Holz Donauperle, der in dieser Saison abstieg) in die höchste niederbayerische Liga, der Bezirksliga, aufzusteigen. Damit einhergehend war das 200 Kugel Spiel. Und man akklimatisierte sich schnell in der neuen Liga, denn vier Jahre später, in der Saison 1998 / 1999, gelang (nach zwischenzeitlicher Rückkehr zum Ursprungsnamen 79 Aufwärts Straubing) der Aufstieg in Regionalliga München – Niederbayern. Und damit nicht genug: getragen von der Aufstiegseuphorie und dank des Zusammenhalts innerhalb der Mannschaft machte man den Durchmarsch perfekt und konnte in der darauf folgenden Saison 1999 / 2000 den Aufstieg in die Landesliga Süd feiern. Und man spielte von 1995 bis 2000 quasi mit der identischen Aufstellung: Andreas Kattinger, Stefan Kronawitter, Ralph Kubiciel, Andreas „Charlie“ Pfeffer, Roland Schindlbeck, Winfried Rothammer und „Edelaushilfe“ Karl-Heinz Mager. Der Club Gut Holz Donauperle konnte nach dem Aufstieg in die Bezirksliga A dort eine gute Rolle spielen. Sichere Mittelfeldplätze waren die Regel. Zugute kam der Mannschaft, dass ab der Saison 1998 / 1999 auch in der Bezirksliga A das 200 Kugel – Spiel eingeführt wurde, denn die beiden stärksten Spieler des Clubs, Willi Aumer und Ernst Bachl wussten auf der längeren Distanz ihre Klasse auszuspielen. Insbesondere Ernst Bachl blühte mit Erreichen der Altersklasse eines Senior B so richtig auf, ihm gelang es als ersten Spieler des Clubs überhaupt über 1000 LP in einem Punktespiel zu erreichen. Und das dies kein Zufall war, bewies er mit insgesamt bisher drei Ergebnissen über 1000 LP (Bestleistung: 1031 LP) und regelmäßigen 900er.

Im neuen Jahrtausend ist der sportliche Werdegang von 79 Aufwärts schnell erzählt. Als Dauerbrenner etablierte man sich in der Landesliga Süd, wobei man sich punktuell mit den heute noch aktiven Spielern Manfred Herzog (in 2003) sowie Rupert Atzberger (in 2006) verstärken konnte. Nochmals erhielt die Mannschaft vor der Saison 2008 / 2009 eine Verstärkung aus den eigenen Reihen, als Josef Nebl nach Erreichen der Altersklasse Senior A auch in der 1.Mannschaft als Lochkugelspieler antreten konnte. Regelmäßig konnten vordere Plätze in der Tabelle belegt werden, zum ganz großen Wurf (sprich Aufstieg in die Bayernliga) reichte es jedoch (noch) nicht.

Der Club Gut Holz Donauperle setzte sich zur Jahrtausendwende nach einigen Verstärkungen das Ziel Aufstieg in die Bezirksliga Niederbayern. Leider untersagte der Hauptverein SKV Bruder Straubinger e.V. während der Saison 2002 / 2003 aus fadenscheinigen Gründen einer bereits unterschriebenen Verstärkung den Vereinsbeitritt, auch dieser Punkt ein weiterer Mosaikstein für die Entwicklungen in den Folgejahren. In dieser Saison stand man dann bis zum letzten Spieltag vor dem Aufstieg, als eine Niederlage am besagten letzten Spieltag den Aufstiegstraum zunichte machte. In der Saison 2006 / 2007 war es dann aber soweit: nach einer wahrhaft meisterlichen Saison gelang folgenden Spielern der Aufstieg in die Bezirksliga Niederbayern: Willi Aumer, Ernst Bachl, Michael Bachl, Dieter Erben, Alfred Lautenschlager und Richard Weber. Ähnlich wie 79 Aufwärts gelang in der Saison 2007 / 2008 dann sensationell ein Durchmarsch, als man mit nahezu identischer Mannschaft (lediglich Werner Zankl ersetzte Dieter Erben) in die Regionalliga München – Niederbayern aufsteigen konnte. Dort konnte man in der Saison 2008 / 2009 (mit Neuzugang Hans-Jürgen Völtl für Willi Aumer) den Klassenerhalt schaffen.

Nach dem Motto „Gemeinsam geht es besser“ und zur Stärkung, Sicherung und Weiterentwicklung im sportlichen Bereich entschlossen sich die beiden Clubs nach der Saison 2008 / 2009 zur gemeinsamen Fusion zum neuen Club Aufwärts Donauperle Straubing. Mit den Verstärkungen zur neuen Saison 2009 / 2010 der Spieler Martin Gürster und Anton Schwarzensteiner gelang es der ersten Mannschaft auch gleich als souveräner Meister in die Bayernliga aufzusteigen. Folgende Spieler waren dafür verantwortlich: Rupert Atzberger, Martin Gürster, Manfred Herzog, Dalibor Majstorovic, Josef Nebl und Anton Schwarzensteiner. Der zweiten Mannschaft gelang es souverän die Regionalliga München – Niederbayern zu halten, wobei sich die Verstärkungen von Andreas Kattinger und Winfried Rothammer (für Richard Weber) positiv bemerkbar machten.

Zur großen Zäsur kam es dann nach der Saison 2009 / 2010. Angesichts ständiger Querelen, Intrigen etc. seitens der Vorstandschaft des Hauptvereins SKV Bruder Straubinger e.V. gegenüber dem Club Aufwärts Donauperle sowie seinen Spielern entschloss man sich nach 22 Jahren den Hauptverein zu verlassen und einen eigenen Dachverein zu gründen. So kam es in 2010 zur Gründung des neuen Kegelvereins SKV Gäuboden e.V. Neben dem Club Aufwärts Donauperle ist Mitglied im neuen SKV Gäuboden e.V. der Club von Schwarz Weiß Straubing, welcher als gemischte Mannschaft am Spielbetrieb teilnimmt. Mit der Gründung des neuen, eigenen e.V. einhergehend war der Auszug aus der Keglerhalle am Peterswöhrd. Ab der Saison 2010 / 2011 ist die Heimat des neuen SKV Gäuboden e.V. die 4-Bahnen-Anlage in der Rachelstr. in Straubing.

In der ersten Saison in der neuen Anlage 2010 / 2011 gelang der ersten Mannschaft in der Bayernliga ein beachtlicher 8.Platz, wobei der Klassenerhalt während der ganzen Saison quasi nie in Gefahr war. Folgende Spieler traten für die 1.Mannschaft an: Rupert Atzberger, Martin Gürster, Manfred Herzog, Andreas Kattinger (Vorrunde), Neuzugang Manuel Lallinger, Josef Nebl (Rückrunde) und Anton Schwarzensteiner. Der große Wurf gelang der 2.Mannschaft in der Regionalliga München – Niederbayern, wo man mit nur vier Saisonniederlagen souverän die Meisterschaft und den damit verbundenen Aufstieg in die Landesliga Süd bewerkstelligen konnte. Folgende Spieler traten für die 2. Mannschaft an: Michael Bachl, Alfred Lautenschlager, Dalibor Majstorovic, Josef Nebl (bis Mitte Vorrunde), Winfried Rothammer, Peter Sattich (ab Mitte Vorrunde für den verletzten Josef Nebl) und Hans-Jürgen Völtl. Und die sportlich äußerst erfolgreiche Saison komplettierte die 3.Mannschaft mit dem Aufstieg von der Bezirksliga B in die Bezirksliga A, womit zur neuen Saison insgesamt drei Mannschaften das 200 Kugel - Spiel durchführen. Folgende Spieler traten für die 3.Mannschaft an: Andreas Kattinger (Rückrunde), Harald Müller, Richard Pummer, Gerhard Sattich, Peter Sattich (zu Beginn der Vorrunde), Tobias Stauber, Richard Weber und Werner Zankl.

Vor der Saison 2011 / 2012 setzte sich die 1.Mannschaft das Ziel einen Platz unter den ersten drei Mannschaften in der Bayernliga. Insgeheim hoffte man den Aufstieg in die 3.Bundesliga realisieren zu können. Dazu verstärkte man sich vor der Saison mit zwei Spielern aus Tschechien in Person von Robin Parkan (aus Jihlava) und Jiri Nemec (aus Dacice). Beide erwiesen sich als Glücksfall für den Verein sowohl was die sportliche als auch menschliche Seite anbelangt. Mit Gesamtschnitten (auswärts / gesamt) von 983 LP / 988 LP (Nemec) und 976 LP / 986 LP (Parkan) trugen sie maßgeblich zum Erfolg teil. Am Ende mit nur einer Saisonniederlage gelang mit 34:2 Punkten der Aufstieg. Außerdem in der 1.Mannschaft spielten Manuel Lallinger (938 LP / 985 LP), Rupert Atzberger (932 LP / 962 LP), Manfred Herzog (932 LP / 969 LP) und Anton Schwarzensteiner (929 LP / 949 LP), welche mit sehr guten konstanten Leistungen zum Gesamterfolg beitrugen. Die 2. Mannschaft spielte als Aufsteiger in der Landesliga Süd eine sehr gute Rolle, am Ende erreichte man mit 23:13 Punkten einen sehr guten 4.Tabellenplatz. Folgende Spieler (in Klammer Auswärts- / Gesamtschnitt) kamen zum Einsatz: Josef Nebl (940 / 932), Winfried Rothammer (934 / 932), Peter Sattich (932 / 928), Andreas Kattinger (927 / 932), Michael Bachl (909 / 913) und Hans-Jürgen Völtl (899 / 901). Die 3.Mannschaft kam als Aufsteiger in der Bezirksliga Niederbayern Ost mit 22:14 Punkten auf einen hervorragenden 3.Tabellenplatz, wobei bei weniger Verletzungspech sogar noch mehr möglich gewesen wäre. Folgende Spieler (in Klammer Auswärts- / Gesamtschnitt) kamen zum Einsatz: Alfred Lautenschlager (869 / 884), Dalibor Majstorovic (868 / 877), Dennis Schwinghammer (865 / 896), Tobias Stauber (859 / 864), Richard Weber (843 / 852) und Harald Müller (831 / 855). Die 4. Mannschaft kam in der Kreisklasse Donau Nord nach schwacher Vorrunde mit 16:20 Punkten noch punktgleich mit zwei anderen Mannschaften auf einen 8.Tabellenplatz. Über ein Entscheidungsspiel gegen Rot Weiß Lappersdorf 2 und GSV Straubing konnte als Sieger der Klassenerhalt perfekt gemacht werden. Am Ende belegte man in der Tabelle Platz 6. Folgende Spieler kamen zum Einsatz: Dieter Erben, Ernst Bachl, Gerhard Sattich, Peter Druschba, Franz Meier, Christian Kirschbauer, Manfred Zorn, Otto Albertskirchinger, Werner Zankl und Christian Weber. Hervorragend die Leistungen der gemischten Mannschaft (neu, vorige Saison noch unter Schwarz Weiß spielend) in der Kreisklasse B Donau Nord. Am Ende stand mit 20:16 Punkten ein 6.Tabellenplatz zu Buche. Folgende Spieler / Spielerinnen kamen zum Einsatz: Mario Bürhold, Simone Bürhold, Chris Bürhold, Marc Bürhold, Martin Atzberger, Katja Kattinger, Karin Bachl, Thomas Schwarzensteiner, Ulrike Hillmeier und Daniela Zorn. In der Kreisklasse C Donau Nord gelang der Mannschaft von Schwarz Weiß Straubing (neu, letzte Saison noch unter Aufwärts Donauperle gemischt spielend) nach souveräner Saison (allein in der Rückrunde ungeschlagen) mit 32:4 Punkten die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg. Folgende Spieler / Spielerinnen kamen zum Einsatz: Monika Schambeck, Willi Schambeck, Norbert Segerer, Michael Kattinger, Sylvia Kattinger, Andreas Kröber, Alexandra Heinzl, Andrea Csunderlik, Brigitte Müller, Timo Glatki, Manfred Politzki und Stefan Braumandl.

Quellen:
· SKV Bruder Straubinger Festschrift zum 20-jährigen Vereinsjubiläum 1962-1982
· Mitgliederstand 01.05.1964 des Vereins SKV Bruder Straubinger e.V.
· Keglerpaß Max Bachl
· Aufnahmeantrag Ernst Bachl
· Aufzeichnungen Ernst Bachl (ab 1973)
· Aufzeichnungen Richard Weber (ab 1991)
· Aufzeichnungen Tobias Stauber (chronologische Übersicht 79 Aufwärts)
· Gespräche mit Winfried Rothammer, Richard Weber, Ernst Bachl